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15.12.2018

Ballonaufweitung von Herzkranzgefäßen – PTCA

Der Begriff PTCA ist eine Abkürzung für "perkutane transluminale coronare Angioplastie". Aus der medizinischen Fachterminologie übersetzt kann man auch von der Aufweitung eines Herzkranzgefäßes von innen ohne offene Operation sprechen. Mit der PTCA hat sich aus der Linkskatheterdiagnostik eine direkte Möglichkeit zur Therapie entwickelt: Die Öffnung bereits verschlossener und Aufweitung eingeengter Herzkranzarterien.

Das konkrete Vorgehen bei einer Ballonaufweitung entspricht zunächst einer Linkskatheteruntersuchung: Der 1-3 mm breite Katheter wird meist im Leistenbereich eingeführt und über die Aorta zum Herzen geführt. Dort wird das verengte Herzkranzgefäß zunächst mit dem Führungskatheter sondiert und im Anschluss daran ein dünner Führungsdraht in das erkrankte Gefäß gelegt, auf dem schließlich der ca. 2 - 4 mm starke Ballonkatheter in die verengte Stelle vorgeschoben wird. Nun entfaltet sich der Ballon und es kommt zu einer Aufdehnung (Dilatation) der verengten Gefäßstelle. Der hohe Druck (bis 20 atm) dieses Vorgangs sorgt dafür, dass vorhandene Ablagerungen aus Kalk und Cholesterin in die Gefäßwand gepresst werden. Im Bedarfsfall kann dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden. Anders als etwa ein Stent verbleibt der Ballon jedoch nach dem Eingriff nicht im Körper, sondern wird bei einer PTCA sofort wieder entfernt.

Das Verfahren der koronaren Ballonaufweitung dient zur Behandlung von erkrankten Herzkranzgefäßen mit einer Verengung von über 50 % und wird zur Wiederöffnung verschlossener Herzkranzgefäße bei akutem Herzinfarkt eingesetzt. Die Erfolgsrate einer solchen PTCA liegt heute bei hervorragenden 98 Prozent.