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15.12.2018

Echokardiographie

Auf Basis von Ultraschallwellen (Sonographie) arbeitet die Echokardiographie. Die Sonographie ist das am häufigsten genutzte bildgebende Verfahren in der Medizin überhaupt. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber der Röntgenuntersuchung liegt in der Unschädlichkeit der eingesetzten Schallwellen. Da die Wellen von jeder Gewebeart unterschiedlich reflektiert werden, ermöglichen sie eine zweidimensionale Schnittbild-Darstellung. Die Echokardiographie hat jedoch ihre diagnostischen Grenzen, da sich mit ihr beispielsweise Herzkranzgefäße nicht darstellen lassen.

Eine normale Echokardiographie (Herz-Ultraschall) liefert mittels Sonden, die auf dem Brustkorb platziert werden, Informationen über die Herzgröße, Infarkte und Thromben. Sie stellt die Herzklappen und ihre Funktion dar und dient zur Beurteilung der Herzmuskelkraft.

Bei der transösophagealen Echokardiographie ("Schluck-Echo") wird die Untersuchungssonde dagegen in die Speiseröhre eingeführt. Die Bildqualität wird so deutlich höher, der diagnostische Wert des Untersuchungsergebnisses entsprechend ebenfalls. Die Aorta sowie Defekte und Gerinsel im Vorhof lassen sich mit diesem Verfahren häufig bereits zufriedenstellend darstellen.

Das Stress-Echokardiogramm dient zur Erkennung von Durchblutungsstörungen infolge verengter Herzkranzgefäße und wird häufig ergänzend zum Belastungs-EKG durchgeführt. Alternativ zur körperlichen Belastung ist für die Durchführung auch die Gabe eines Stresshormons (pharmakologisches Stressecho) an den Patienten möglich.

Weitere echokardiographische Untersuchungen arbeiten mit Hilfe des physikalischen Dopplereffekts. Mittels des Farb- und CW/PW-Dopplers können dabei Richtung und Geschwindigkeit des Blutflusses exakt dargestellt werden, was vor allem zur Diagnose verengter oder undichter Herzklappen sowie Herzfehlern mit Kurzschlussverbindungen und abnormem Blutfluss dient. Demgegenüber liefern der Carotis-Doppler (Ultraschall der Halsgefäße) und der Arterielle Doppler (Arm- und Beingefäße, Untersuchung mit Blutdruck-Manschette) zuverlässige Ergebnisse bei der Überprüfung vermuteter Gefäßstenosen in diesen Körperpartien. Bei Gefäßverengungen im Becken- und Oberschenkelbereich (vor allem nach Herzkatheteruntersuchungen) wird dagegen eine sogenannte Duplexsonographie der Leistenarterien durchgeführt.