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15.12.2018

Kliniken des Kreises bieten hohen Standard

BAD SODEN. Private Abteilungen sind ein wichtiges Standbein der Klinikfinanzierung. Die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger informierte sich vor Ort. Unser Foto zeigt sie mit Aufsichtsratschef Berthold Gall sowie Dr. Dariush Enayat und Professor Nicolaus Reifart, dem Leiter der kardiologischen Praxis (v.l.).

Schwalbacher Nachrichten vom 31.01.03

BAD SODEN. Solch positive Berichte wie von den Kliniken des Main-Taunus-Kreises dürfte Hessens Sozialministerin sicher nicht oft bekommen. Silke Lautenschläger hörte von Landrat Berthold Gall bei ihrem Besuch im Bad Sodener Klinikum eigentlich eine Erfolgsstory, und Gall sparte auch nicht mit Dankesworten für gute Zusammenarbeit in Richtung Landesregierung.
Die Kliniken des Main-Taunus-Kreises haben sich als GmbH zu einem "Gesundheitskonzern" entwickelt, dessen Bilanzsumme Gall in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender auf 94 Millionen Euro bezifferte. Dies, meinte er, sei nur durch die Zusammenarbeit mit Kostenträgern und Sozialministerium möglich gewesen.
So habe man einstmals nebeneinander geführte Abteilungen der Krankenhäuser Hofheims und Bad Sodens zu Schwerpunktabteilungen an einem beziehungsweise anderen Ort zusammengeführt und mit der Umwandlung des einst kreiseigenen Betriebes in eine GmbH bessere wirtschaftliche Bedingungen geschaffen.
Die Kliniken verfügen zurzeit über 557 so genannter "Planbetten", überdies stehen rund 100 Plätze im Bereich der Psychiatrie zur Verfügung und eine gleiche Zahl im Altenpflegeheim Eppstein. Mit der Aufnahme privater Abteilungen habe man das wirtschaftliche Ergebnis weiter verbessert, könne so das Gesamtangebot in Form der Mischfinanzierung auf hohem Niveau halten.
In diesem Zusammenhang legt Professor Wendling als ärztlicher Leiter besonderen Wert auf die Feststellung, dass es in den Kliniken keinen Unterschied in der medizinischen Versorgung gebe.
Diagnose, Behandlung oder Medikation würden allen Patienten gleichermaßen gewährt, "und der Chef ist immer für alles verantwortlich".
Dessen ungeachtet macht sich auch Professor Wendling Sorgen um die künftige Finanzierung. Die für den öffentlichen Dienst beschlossenen Lohnerhöhungen stehen im Widerspruch zur Budgetierung durch die Bundesregierung. Hier konnte freilich auch Silke Lautenschläger nichts in Aussicht stellen. Man müsse abwarten, was aus dem Gesetz noch werde. Ihren Standpunkt zur Gesundheitspolitik fasste die Sozialministerin ganz einfach zusammen: "Noch hat jeder Zugang zur kompletten medizinischen Versorgung, und nach meiner Meinung soll das auch so bleiben."