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14.12.2018

Ministerin Silke Lautenschläger besucht Sodener MTK-Klinik

Prof. Dr. Reifart (r.) erläutert Ministerin Lautenschläger und Landrat Gall die Untersuchungsmethoden im Herzkatheterlabor.

Bad Sodener Zeitung vom 29.01.03

Wie sieht die Zukunftsplanung der Main-Taunus-Kliniken aus? Und wie funktioniert die Schwerpunktbildung zwischen den beiden großen Häusern in Bad Soden und Hofheim? Um sich selbst ein Bild zu machen, stattete die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger der Sodener Klinik am vergangenen Mittwoch einen Besuch ab.
Der Aufsichtsratsvorsitzende, Landrat Berthold Gall, empfing die mit 34 Jahren jüngste Ministerin Deutschlands und stellte das Sodener Krankenhaus ("die Perle im Main-Taunus-Kreis") in einem Gespräch ausführlich vor. Gall verwies auf die hohe Bilanzsumme von 94 Millionen Euro, 557 Planbetten, 1300 Mitarbeiter und schilderte den Erfolg der Schwerpunktbildung beider Kliniken. Auch die enge Verzahnung zwischen stationärem und ambulanten Bereich sowie mit den niedergelassenen Ärzten lobte der Landrat.
Visite im Kreißsaal
Ministerin Lautenschläger berichtete, dass die Arbeit der Krankenhäuser immer mehr von Kostengesichtspunkten beherrscht werde. Auch aus ihrer Sicht habe sich das Konzept der Schwerpunktbildung bewährt, weil es dazu beitrage, dass Kliniken wirtschaftlich arbeiten können.
In diesem Zusammenhang spielten auch die - wie mittlerweile in Bad Soden etablierten - Privatabteilungen eine bedeutende Rolle. Auf Nachfragen zur Weichenstellung der Politik im Hinblick auf die künftige Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens und des Klinikbetriebs sagte Lautenschläger, "auch wir können kein Geld herbei zaubern." Sie forderte eine umfassende Gesundheitsreform, regte für Ärzte neue Arbeitszeitmodelle an und verwies auf derzeit laufende Verhandlungen auf Bundesebene. "Insgesamt wird die Situation für die Patienten nicht besser werden", machte die Ministerin wenig Hoffnung.
Bei einem Rundgang durch die Gynäkologische Abteilung und modernisierte Geburtshilfliche Klinik ließ sich Silke Lautenschläger anschließend im Kreißsaal die neuesten Entwicklungen von Dr. Dirk Hölzel erläutern.
Interessiert zeigte sich die Sozialministerin auch von der Arbeit im Kardiologischen Institut von Professor Dr. Nicolaus Reifart. Hier wurde ihr demonstriert, wie die Patienten sowohl ambulant als auch stationär versorgt werden können.